Wirbelsäulengymnastik Gemischt 2
- Zielgruppe: Junge, Nicht ganz so Junge, Junggebliebene
- Ansprechpartner: Isabel Volk
- Trainingszeiten siehe
Hallenbelegungsplan

- (Hildegard Bargel, Sophia Braun, Irmgard Samson, Anna Gerich, Renate Neis, Claudia Argovcic, Roswitha Katzameier, Edith Faiss, Ellen Horvat, Bernhard Bottesch, Elisabeth Halbedl, Hans Weiß, Friederike Göckel-Bottesch, Helga Schex, Gerda Kettinger, Albert Kettinger)
Freitagabend 19 Uhr
Kurz zuvor bin ich total abgehetzt nach der Arbeit in die Umkleidekabine gestürzt, habe mich schnell umgezogen, und nun bin ich hier. Im Musikzimmer trifft sich jede Woche unser kleines Grüppchen, bestehend aus Leuten, die Ihrem Rücken was Gutes tun wollen, sei es um Verspannungen loszuwerden, oder um eventuellen Rückenproblemen erst gar keine Chance zu lassen.
Hier ist alles vertreten:
Junge, Nicht ganz so Junge und Junggebliebene, Männlein wie Weiblein. Im Großen und Ganzen sind es immer die gleichen Gesichter.
So, jetzt wird´s entspannend. Isabel dunkelt den Raum etwas ab und legt ruhige Musik auf, bei der man ganz abschalten kann. Erst wird gestreckt und gedehnt. Langsam verblassen die Gedanken an die Arbeit im Büro. Was eben noch ganz wichtig erschien, ist auf einmal nebensächlich und schließlich ganz vergessen. Ich beginne zu träumen und mir vorzustellen was ich am Wochenende alles machen könnte.
Zu den Klängen beruhigender Musik gibt Isabel Ihre “Kommandos”. Das hört sich zwar zunächst militärisch an, ist es aber nicht! Jeder der Teilnehmer versucht die Übungen so gut er kann mitzumachen. Vielleicht gelingt nicht immer alles perfekt, aber Hauptsache es macht Spaß und bringt bisher kaum beachtete Muskeln in Bewegung. Gerade eben sollen wir auf einem Bein stehend das andere aus dem Kniegelenk heraus im Kreis schwingen.
Verflixt! Gar nicht so einfach! Versuchen Sie es mal… Doch wie beruhigend, ein verstohlener Blick zum Nachbarn zeigt, dass auch er nicht immer das Gleichgewicht halten kann.
Just nach der Hälfte der Stunde gehen wir zum Bodenteil über.
Jeder rollt seine mitgebrachte Gymnastikmatte aus - zur Not tut`s auch ein Handtuch - und wartet auf weitere Anweisungen.
Komisch, sobald ich mich auf die Matte lege überkommt mich eine plötzliche Müdigkeit, zumal die Musik jetzt noch ruhiger wird. Tapfer machen wir unsere “Sit-Ups”. Gerade als ich mir Isabel´s Befehl: “Ablegen und Entspannen” wünsche kommt ein Aufmunterndes: “Noch vier” - oh Gott! “Noch drei” - eigentlich kann ich nicht mehr, aber meine Nachbarin links von mir, die mit Sicherheit 10 Jahre älter als ich ist, führt die Übung anscheinend ohne Mühe aus. Dann müsste ich das doch auch können. “Noch zwei” - jetzt ist´s aber genug. “Noch eins” - Geschafft!
Zum Schluss kommt der krönende Höhepunkt. Zumindest für Isabel. Wir sollen im Sitzen die Beine grätschen und uns locker nach vorne ablegen. Hilflose Blicke in der Runde. Haben Sie das jemals versucht? Ich kann Ihnen versichern, es geht nicht. Ablegen nicht und ganz locker schon gar nicht. Irgendwie glaube ich, dass meine Anatomie für solche Übungen nicht geschaffen ist. Isabel macht es uns vor. Sie scheint Gummikörperteile zu besitzen. Anmutig wie eine Balletttänzerin macht sie problemlos einen Spagat und legt Ihren Oberkörper nach vorne ab. Ganz locker! Wahrscheinlich macht es Ihr viel Freude uns alles vorbildlich zu zeigen, in der Gewissheit, dass trotz aller Übung unsereins nie im Leben auch nur annähernd ihrem Beispiel folgen kann.
Die Zeit vergeht wie im Fluge. Ein letztes Strecken im Stehen und schon ist die Stunde vorbei. Gelockert und in der Gewissheit etwas für meine Gesundheit getan zu haben gehe ich anschließend entspannt ins wohlverdiente Wochenende.
von Edith Faiss
Kann sich eine Säule bewegen?
Sie kann. Lesen Sie hier wie.
Eine tragende Funktion im wahrsten Sinne des Wortes erfüllt unsere Wirbelsäule. Sie stützt den Körper des Menschen und trägt sein Gewicht - und das ist nicht immer ein Leichtes.
Zumal sich der Homo Sapiens durch seinen aufrechten Gang einiges an Druck auf die Wirbel lädt. Im Laufe des Lebens können dadurch schmerzhafte Verschleißerscheinungen auftreten. Erschwerend kommt oft hinzu, dass die Wirbelsäule meist wenig oder einseitig bewegt wird. Kein Wunder also, wenn sie ihrem Träger früher oder später schmerzhaft kundtut, dass sie freundlicher behandelt werden möchte. Spätestens dann ist es höchste Zeit, etwas zu tun. Rechtzeitig vorbeugen ist natürlich noch besser.
Und dazu empfiehlt sich die Wirbelsäulengymnastik!
Seit vielen Jahren wird diese Gymnastik vom TSV Feldmoching angeboten. Jeden Freitag zwischen 19 und 20 Uhr kann man unter der fachkundigen Leitung von Isabel Volk seinen Körper nach allen Regeln der Kunst drehen und winden - von den Halswirbeln über die Lendenwirbel bis hin zu den Fußgelenken. Verhärtete Muskeln im Nacken und im Schulterbereich werden gedehnt, die Hüfte mit etwas Bauchtanz gelockert, balletteuses Balancieren auf einem Bein festigt die Beinmuskulatur und trainiert das Gleichgewicht. Und natürlich kommen auch Bauchmuskeln, Po und Beckenboden dran. Die Übungen werden vielfach variiert, unter anderem auch mit Elementen aus Yoga und Pilates-Bodywork.
Und nicht zu vergessen: Schöne Musik macht alles leichter. Bei den Klängen von Seal und Lenny Kravitz machen sogar Bauchmuskelübungen Spaß. Ganz nebenbei bemerkt:
Isabel hält uns nicht nur mit neuen Übungen, sondern auch in der Pop-Musik auf dem Laufenden.
Anna Gerich
Ferien-Fitness-Programm: “flotte Wirbelsäule”
Also, es gibt es doch, ein Ferienprogramm für Unentwegte der Wirbelsäulen-Gruppe des TSV! Wer hätte das gedacht!
Am letzten Freitag unserer Wirbelsäulengymnastik vor den Sommerferien packte einige von uns das blanke Entsetzen. Sechs Wochen ohne sportliche Betätigung? Wie sollten wir das aushalten? Sicher, jeder hätte für sich alleine etwas für seine körperliche Fitness tun können, doch wie das so ist, allein rafft sich keiner auf. Deshalb wurde kurzer Hand, sozusagen auf dem Weg zur Umkleidekabine, folgendes Programm beschlossen:

- Montags: Nordic Walking

- Freitags: Radltour (mit Touren nach Absprache)
Und siehe da: es traf sich wirklich, wie vereinbart, jeweils ein kleines oder größeres Grüppchen Interessierter und, wie man auf den Bilder sehen kann, waren alle begeistert dabei.
Während wir die Nordic Walking Touren strammen Schrittes in jeweils ca. 1- 1 ½ Stunden bewältigten, ließen wir uns auf unseren Radltouren mehr Zeit. Während der ca. drei-stündigen Fahrten erkundeten wir die verschiedensten Gegenden Münchens und legten gemütliche Stopps in Biergärten oder Eisdielen ein. Unsere Touren führten uns nach Unterschleißheim, Nymphenburg, ins Mooshäusl, zum Karlsfelder See, ins Bergl usw.
Sowohl während der Walking- als auch während der Radltouren vertrauten wir uns dabei der bewährten Führung von Hans Weiß an, der uns unterwegs manch Wissenswertes und Unbekanntes über unsere Stadt mitteilte.
Das Ende der Sommerferien und damit das Ende “unseres Ferienprogramms” bedauerten alle Teilnehmer. Uns blieb nur die Hoffnung, dass das Programm nächstes Jahre eine Wiederholung findet. Vielleicht haben wir auch das Interesse bei anderen Sportaktiven geweckt?
Edith Faiss